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Als ich und Sebastian die ersten Versuche gemacht hatten, versuchte James sein Glück. Er war an dem Morgen aus Lake Thao angereist um uns bei der Wasserfall-Highline zu treffen.

Wir hatten zuvor die amerikanische Slackline-Community über unsere Highlinepläne informiert, in der Hoffnung, dass uns jemand beim Schleppen des Materials helfen würde.

James hatte bereits vor 5 Jahren seine ersten Highlines gespannt und schien recht fit zu sein. Anstelle eines Klettergurtes verwendete er wie Dean Potter einen sogenannten Swami-Gurt, der nur um den Bauch getragen wird. Ein harter Sturz, d.h. wenn man die Line nicht "catchen" kann, ist damit alles andere als komfortabel.

Zu unserem grossen Erstaunen machte James nicht wie üblich einen Chongo-Sitzstart, sondern stieg mit den Knien zuerst auf die Highline, was man normalerweise als Trick machen würde.

Danach begann er, sich mit einer Mischung aus Yoga- und Kung-Fu-Bewegungen einzustimmen. Nachdem er ein paar imaginäre Feuerbälle abgeschossen hatte, stand er auf und lief völlig ruhig rückwärts bis in die Mitte der Highline.

Später erklärte er uns, dass er den Chongo-Sitzstart noch nicht beherrschn würde und seine Strategie eigentlich darin besteht, Rückwärts zu starten und sich nach ein paar Meter umzudrehen, was ihm das erste Mal offenbar misslungen war.